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Nachbau, Verzinkung, Beschichtung: Die Chronologie zeigt die Bearbeitung des Modells eines Flugapparates von Otto Lilienthal. Nicht gerade ein alltäglicher Job für unsere Kollegen in Genthin.

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Nachdem Otto Lilienthal 1891 seine ersten 15 Meter in Derwitz geflogen war, verlegte er seine Aktivitäten 1893 nach Stölln. Prompt gelangen ihm dort wegen der besseren Windverhältnisse Weiten bis 250 Meter. Rhinow/Stölln ist einer von fünf Standorten der Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion – für dieses Großereignis sollte der Flugapparat Nr. 11 Modell „Stölln“ nachgebaut, verzinkt und pulverbeschichtet werden.

02
Auftraggeber war der ortsansässige Lilienthal-Verein. Metallbaumeister Sven Degebrodt besorgte den Nachbau: Spannweite 6,70 Meter, Tragfläche 14 Quadratmeter. Das Original war bespannt mit gewachstem Schirting, einem dichten Baumwollstoff. Das Gestell bestand aus Weidenholz, verspannt mit Draht. Degebrodt verbaute dagegen 2 Millimeter dickes Blech, Flacheisen, Rundrohr, Rundstahl und Lenkkreuz.

03
Die Herausforderung beim Verzinken: Die Verzugsgefahr ist aufgrund der diversen Materialstärken hoch, denn jeder Stahl reagiert im 450 Grad heißen Zinkbad anders. Die unterschiedlich schnelle Erwärmung und Abkühlung birgt zudem die Gefahr der Spaltenbildung. Je nach Zusammensetzung bildet sich eine dickere oder dünnere Zink-Eisen-Legierung.

04
50 Jahre und mehr schützt allein die Verzinkung. Unsere Genthiner Kollegen haben jedoch eine Duplexbeschichtung aufgebracht, also verzinkt und beschichtet, und den Korrosionsschutz damit verlängert. Auf dem Schwarzstahl liegt nun eine Zinkschicht und darauf ein Pulverlack – Schichtdicke: 160 Mikrometer. Um die Naturprodukte Weide und Baumwolle nachzuempfinden, wurde die Farbe RAL 1015, Hell-Elfenbein, verwendet.

05
Wer in der Havelregion unterwegs ist, kann sich das Modell übrigens anschauen: Es steht im Kreisverkehr, der die Zufahrt von der B102 zur L17 in Richtung Rhinow/Stölln bildet.

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