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Felsformationen aus nicht gekannter Perspektive

Das Felsenmeer im sauerländischen Hemer ist eines der bedeutendsten Geotope Deutschlands. Seit das Felsenmeer 1962 aufgrund seiner naturhistorischen, erdgeschichtlichen und kulturhistorischen Bedeutung als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, war es nicht mehr direkt begehbar.

Mit dem Bau einer Brücke, eines Steges und einer Aussichtsplattform im Rahmen der Landesgartenschau 2010 hat die Stadt Hemer das Felsenmeer wieder erlebbar gemacht. Zentrales Element des außergewöhnlichen Projektes ist ein 30 Meter langes Brückenteil, das mit einem 500-Tonnen-Kran in das Felsenmeer eingesetzt wurde. „Ein beeindruckendes Ereignis“, wie Hemers Bürgermeister Michael Esken festhielt.

Immerhin hat der riesige Kran die neue Brücke über die Baumkronen hinweg passgenau ins Felsenmeer gehoben. Judith Feldner vom Amt für Planen, Bau- en und Verkehr der Stadt Hemer gibt Einblicke in das „neue Felsenmeer“.

Was passierte im Felsenmeer, nachdem Andreas Krautscheid, damaliger Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen, den offiziellen Startschuss für das Projekt gegeben hatte?

Judith Feldner: „In Verlängerung der Wegeachse aus dem Park der Sinne ist eine Plattform in Stahl-Holzkonstruktion errichtet worden, die es den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, in eine

20 Meter tiefe Felsschlucht zu blicken. Die Brücke und der Holzsteg im südlichen Felsenmeer erlauben ebenfalls neue Einblicke von oben und unten in das Felsenmeer. Die Arbeiten waren sehr anspruchsvoll, da das Felsenmeer ein FFH*- und Naturschutzgebiet ist.

Das Felsenmeer wieder erlebbar gemacht

Die enge Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden und einer ökologischen Baubetreuung haben sehr geholfen. Wichtigster Punkt waren neben den Montagearbeiten die Bohrungen im Gestein, die den Bauwerken die Gründung liefern. Die bewegte Geschichte des Felsenmeers zeigt sich in wechselnden Bodenbeschaffenheiten und damit war es sehr schwierig, standfeste Punkte für die Mikropfähle zu finden, die die Bauwerke mit möglichst minimalem Bodenkontakt tragen.“

Judith Feldner: „Eigentlich besteht die Brücke aus Einzelteilen. Dieses Brückenteil bildet jedoch den frei schwebenden Teil der Brücke. Es musste also im Ganzen eingesetzt werden, da eine andere Montageart im Felsenmeer nicht möglich war. Es wurde bereits komplett fertig von den Firmen auf der Baustelle vormontiert und war daher sehr schwer.

Schwierig an der Aktion war die passgenaue Einhebung durch die Bäume des Felsenmeeres hindurch. Deswegen wurde ein Kran benötigt, der insgesamt 500 Tonnen Gewicht heben kann und einen ca. 60 Meter langen Schwenkarm hat, der sich fast waagerecht absenken lässt.“

Welche Baumaßnahmen schlossen sich an?

Judith Feldner: „Mit der Montage des großen Brückenteils war viel geschafft, die anderen Brückenteile, immer rund 7,5 Meter lange Stücke, wurden nacheinander montiert. Die Holzbeplankung wurde aus Zeitgründen bereits vorher angebracht, so dass nahezu Komplettteile montiert wurden. Obwohl die Witterung die Arbeiten einschränkte, war der Zeitplan nicht gefährdet. Nach den Arbeiten an den Bauwerken standen noch Wegearbeiten sowie der Aufbau eines Informationssystems an.“

Wurden Aussichtsplattform, Brücke und Steg nur aufgrund der Landesgartenschau im Felsenmeer errichtet?

Judith Feldner: „Nein, vielmehr soll das Felsenmeer seine touristische Strahlkraft damit wieder nachhaltig entfalten können. Die LGS diente somit im Prinzip als „Kick-off-Veranstaltung" zur dauerhaften Attraktivierung des Felsenmeeres für den Naturtourismus. Die Belebung des Felsenmeers, die neben den Bauwerken auch ein Informationssystem für Besucher, ein Rettungssystem, neue Wegeoberflächen und neue Aufenthaltsmöglichkeiten bietet, ist zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit ein wichtiger Schritt.“

Wie hoch waren die Kosten für die Attraktivierung des Felsenmeeres?

Judith Feldner: „Die Gesamtkosten für alle Baumaßnahmen in diesem Zusammenhang beliefen sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Insgesamt wurden Fördermittel von rund 80 Prozent durch das EU-NRW-Ziel-2-Programm und EFRE’ (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) bewilligt.“

Weitere Referenzen der Seppeler Gruppe

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