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MIT EINEM KNOTEN GELÖST

Wenn Gebäude in die Jahre kommen, sind Spezialisten gefragt. Mit Know-how und innovativen Ideen lösen sie so manches Sanierungsproblem – zum Beispiel für Knorr-Bremse in München.

Die Zentrale von Knorr-Bremse befindet sich in einem beeindruckenden Gebäude-Ensemble aus drei identischen Glaskuben mitten in München. Seit 13 Jahren nutzt der Weltmarktführer für Bremssysteme diese Gebäude und kämpfte zunehmend mit Materialverschleiß: Teile der Glasfassade waren beschädigt, die
Jalousien nur partiell funktionsfähig. Kein annehmbarer Zustand für ein Unternehmen, das für Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit steht – und dessen Mitarbeiter Sonnenschutz benötigen.

Deshalb beauftragte Knorr-Bremse ein Team, bestehend aus HENN Architekten und dem Tragwerksplaner Werner Sobeck. Sie sollten eine Konstruktion entwickeln, die intakte Fassadenteile integriert und mit einem neuen Sonnenschutzsystem verbindet. Ihr kühner Entwurf wurde allen ästhetischen Anforderungen gerecht, stellte die ausführenden Unternehmen jedoch vor Probleme: Das außenliegende Stahlgerüst, das den Sonnenschutz tragen sollte, musste direkt am Gebäude verschweißt werden – im laufenden Betrieb mit rund 2.500 Mitarbeitern. Neben logistischen Herausforderungen bedeutete dies eine hohe Beschädigungsgefahr der neuen 7.200 qm großen Glasfassade. Ein Risiko, das weder Knorr-Bremse noch der ausführende Stahlbauer Hillebrandt eingehen wollten.

Die drei Gebäude der Knorr-Bremse-Zentrale sind identisch gebaut – jedes von ihnen ist 35 Meter breit und 20 Meter hoch.

Das Konzept drohte zu scheitern, bis die Firma Hillebrandt eine geniale Idee hatte: Sie entwickelte eine Art Stecksystem für die Stahlkonstruktion. Die Stahlprofile wurden in „Knotenpunkten“ verschraubt, was das Verschweißen vor Ort überflüssig machte und damit das Risiko, die Kosten sowie den Zeitaufwand senkte. Die Stahlelemente konnten werkseitig besser vorbereitet und transportiert werden. Ein Gewinn für alle Beteiligten.

7.200 m2
Fassadenfläche mussten mit einem neuen Sonnenschutz versehen werden.

Trotzdem blieb die Fassadenverkleidung ein Projekt der Superlative. Es war nicht nur für Hillebrandt das größte Montageprojekt der Unternehmensgeschichte, sondern stellte auch besondere Anforderungen an Feuerverzinkung und Beschichtung. „Die Länge der Profile mit 14,50 Metern war für die Seppeler Gruppe kein Problem, aber die Höhe von 3,10 Metern hat das Tauchbecken der Kollegen in Rietberg voll ausgereizt“, erklärt Verkaufsleiter Pascal Monkenbusch aus Osnabrück. „Wir haben bei diesem Projekt insgesamt 420 Tonnen Stahl verzinkt, und das in einem sehr engen Zeitrahmen.“

Auch die Beschichtung erforderte Geschick, denn die Eisenglimmerpartikel des gewählten Farbtons können beim Nacharbeiten schnell fleckig werden. „Bei einer Fassade steht natürlich – neben dem Korrosionsschutz – die Optik an erster Stelle“, sagt Verkaufsleiter Karsten Wietheger aus Rietberg. „Deshalb durfte uns kein Fehler passieren. Zum Glück haben wir mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Beschichtung.“ In enger Zusammenarbeit bereiteten die Standorte Rietberg und Osnabrück alle Bauteile für die Montage vor. „Trotzdem war das Projekt eine Herausforderung“, so Monkenbusch. „Würde man alle Stahlprofile hintereinanderlegen, käme man auf eine Strecke von 1,5 Kilometern, die wir schnell und fehlerfrei feuerverzinken und beschichten mussten – und das koordiniert mit mehreren Projektteilnehmern.“

Dass das Projekt termingerecht fertig wurde, liegt nicht nur am Know-how aller Beteiligten, sondern auch am großen Vertrauen zwischen Seppeler und Hillebrandt. Mehr als 45 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit verbinden das Werk in Osnabrück und den Stahlbauer, der alle seine Bauteile bei Seppeler verzinken lässt. „Diese Geschäftsbeziehung ist in ihrer Dauer, dem gegenseitigen Vertrauen und der Verlässlichkeit außergewöhnlich“, findet Monkenbusch. „Theo Hillebrandt verfolgte die Entwicklungen unseres Unternehmens bereits als Kind aus nächster Nähe und ist somit auch ein Teil der langen Historie der Feuerverzinkung Osnabrück.“

Info

Firma Hillebrandt
Die im Jahre 1930 vom Hufschmied Theodor Hillebrandt gegründetete Firma wuchs im Laufe der Jahre durch die Bereiche Bauschlosserei und den Bau von Containern für den Umweltschutzbereich zu einem namhaften Anbieter von Stahlbau-konstruktionen für Fassaden und speziellen Entsorgungslösungen für Kommunen und Entsorger heran. Seit 2008 ist sie am neuen Firmenstandort in Greven ansässig. Auf einer Fläche von 24.000 qm fertigen heute rund 110 Mitarbeiter unter der Führung von Theo Hillebrandt Produkte höchster Qualität.
www.hillebrandt-stahlbau.de

Firma Knorr-Bremse
Georg Knorr gründete 1905 in Berlin sein Unternehmen, das sich bald mit Druckluftbremsen für Güterzüge einen Namen in Europa machte. 1945 wurde das Berliner Stammwerk jedoch enteignet, die Geschäfte wurden nach München verlegt. Seit dem Eigentümerwechsel 1985 konzentriert sich das Unternehmen, das später stark expandierte, auf Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge. In diesen Produktbereichen gilt der Knorr-Bremse-Konzern heute als der weltweit führende Hersteller und ist an mehr als 120 Standorten in 30 Ländern vertreten.
Die drei Gebäude der Knorr-Bremse-Zentrale sind identisch gebaut – jedes von ihnen ist 35 Meter breit und 20 Meter hoch.
www.knorr-bremse.com


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