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Kategorie: Gruppennachrichten

22.02.2022

Feuerverzinkung Bremen GmbH & Co. KG begrüßt Europaabgeordneten Dr. Joachim Schuster am Standort


Sebastian Schiweck, Rolf Glaser, Dr. Joachim Schuster / Bild: Schiweck

MdEP Dr. Joachim Schuster und Aufsichtsratsmitglied des Bremer Stahlwerks von ArcelorMittal konnte sich in der Seppeler Feuerverzinkerei einen Eindruck verschaffen, wie Stahl feuerverzinkt wird und welche guten Eigenschaften damit verbunden sind, bspw. die Langlebigkeit. Gleichzeitig wurde erklärt, warum feuerverzinkter Stahl ein Möglichmacher der Energiewende ist und welche politischen Rahmenbedingungen am Standort in Bremen benötigt werden, um auch künftig konkurrenzfähig zu sein. Dazu zählen sicherlich die Energiepolitik und die Verfügbarkeit von Fachkräften.  

Bremen (18. Februar 2022) – Dr. Joachim Schuster, Mitglied des Europäischen Parlaments, vertritt Bremen und Bremerhaven in Brüssel und besuchte am Freitag, 18. Februar 2022 die Feuerverzinkung Bremen GmbH & Co. KG. Der Europaabgeordnete besichtigte die Feuerverzinkungsanlage und die gesamte Produktion. Neben unternehmerischen Themen wurden u.a. auch das BEHG und die europäische Wirtschaftspolitik als politische Punkte aufgegriffen. Rolf Glaser, Geschäftsbereichsleiter Feuerverzinkung Bremen GmbH & Co. KG, nutzte die Gelegenheit, um einige zentrale Forderungen der Branche zur Energiepolitik zu adressieren und Herausforderungen zu diskutieren. Im Austausch erhielt der Europaabgeordnete einen Einblick, in welchen Anwendungsfeldern feuerverzinkter Stahl zur Anwendung kommt und warum er ein nachhaltiger Werkstoff ist.       

Rolf Glaser wies darauf hin, dass auf EU-Ebene viel stärker für faire Wettbewerbsbedingungen bei der Klima- und Energiepolitik gesorgt werden muss. Außerdem sollte über alternative Technologien nachgedacht werden, die unsere Industrie auch einsetzen kann.

„Es ist sehr unglücklich, dass unsere niederländischen Konkurrenten keine CO2-Abgabe zahlen, wir aber mit 30 EUR je Tonne belastet werden. Das hat für uns am Ende nichts mit Klimaschutz, sondern vielmehr mit Wettbewerbsverzerrung zu tun und sollte sich schnell ändern. Zudem wollen wir gerne Wasserstoff oder Strom nutzen, jedoch sind die Preise für diese Energiequellen heute noch viel zu hoch“, sagte Glaser.

Der Geschäftsbereichsleiter machte deutlich, dass die Seppeler Gruppe beim Klimaschutz mithelfen möchte und sich als Möglichmacher der Energiewende versteht. Jedoch sollte es auch um Pragmatismus und Realismus gehen. Der Überbietungswettbewerb, der keine einzige Tonne CO2 einspare, sei kontraproduktiv.  

„Natürlich machen wir uns ausführlich über neue Energiequellen Gedanken. Aber ich werbe dafür, die Energiewende zusammen mit der Wirtschaft zu entwickeln und zu überlegen, was wirklich sinnvoll ist. Wenn wir am Ende mit Wasserstoff unsere Anlagen betreiben, aber einen schlechten Wirkungsgrad haben, ist niemandem geholfen. Zudem ist es uns wichtig, auch immer auf die Produkte zu schauen, die in den einzelnen Industrien produziert bzw. veredelt werden. Feuerverzinkter Stahl bietet sich als nachhaltiges Material hervorragend an, weil er langlebig, recycle- und wiederverwendbar ist. Das muss in der Gesamtschau berücksichtigt werden“, so Glaser bei der Besichtigung in Bremen.

„Als Europaabgeordneter setze ich mich für Klimaschutz und für den europäischen, wie den deutschen Industriestandort ein.“, so Joachim Schuster beim Gespräch vor Ort. „Wir müssen mit rechtlichen Regelungen, beispielsweise bei den Beihilfen, den Weg zu einer klimagerechten und sozialverträglichen Transformation unserer Wirtschaft ermöglichen. Denn es ist klar: Nur eine klimaneutrale Industrie ist dauerhaft wettbewerbs- und damit zukunftsfähig.“

Mit Blick auf die verschiedenen Produktionsbedingungen und den unterschiedlichen Umweltkostendruck der Unternehmen äußerte sich Joachim Schuster besorgt: „Es hilft dem Klima kein Stück weiter, wenn hier nachhaltige Industrieprodukte erzeugt werden, aber aus preislichen Gründen die dreckig produzierte Ware vom anderen Ende der Welt gekauft wird und in der Folge die hiesigen Betriebe schließen müssten. Mit einem CO2-Grenzausgleich, soliden und rechtssicheren Beihilfen und fairen Handelsverträgen gewinnen am Ende alle: das Klima, der Wirtschaftsstandort und die Beschäftigten.“